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Know-how Temperatursensorik

Temperatursensorik

Wo raue Umgebungsbedingungen herrschen, ist industrielle Technik besonders gefordert. Das betrifft Außenanlagen der Energietechnik, der Förder- und Hebetechnik ebenso wie den Robotereinsatz in Produktionseinrichtungen. Effizienter Technikeinsatz setzt höchste Verfügbarkeit voraus, keine Frage. Da kommt es darauf an, dass jedes »Glied in der Kette« dauerhaft stabil bleibt.

Hart im Nehmen: Weil Antriebe auch in rauem Betrieb einen »kühlen Kopf« bewahren müssen.

Stillstandzeiten sind teuer. Besonders im rauen Betrieb sind Unterbrechungen wegen Verschleißerscheinungen kaum vermeidbar. Sie werden – wenn auch zähneknirschend – in Kauf genommen. In der Regel betrifft Verschleiß jene Komponenten, die in unmittelbarem Kontakt mit den harten mechanischen Einflüssen stehen. Das ist kalkulierbar.

Sichere Temperatur-Ist-Werte gefordert.

Unvorhersehbare Störungen verursachen dagegen einen deutlich höheren Aufwand. Dazu zählen nicht zuletzt Ausfälle der Antriebe aufgrund thermischer Überlastung. Temperatursensoren liefern deshalb entscheidende Daten für das Monitoring der thermischen Antriebszustände und schaffen so eine verlässliche Basis für rechtzeitiges Reagieren.

In Anlagen, die unter rauen Umgebungsbedingungen arbeiten, muss die Überwachungssensorik ebenso widerstandsfähig ausgelegt sein wie alle anderen Komponenten.

Temperatursensorik: Hart im Nehmen und hochsensibel.

Robustheit und Präzision in der Messwertaufnahme sowie Funktionssicherheit auch bei hoher Belastung – das erscheint auf den ersten Blick wie ein Gegensatzpaar, aber es zeigt die Anforderungen auf, die harte Einsatzbedingungen an Temperatursensoren stellen.

An den entsprechenden Messpositionen von Hochleistungsantrieben – zum Beispiel in den Wicklungen von Spulen – treten zum Teil sehr hohe Pressdrücke auf, die von den Fühlern eine hohe mechanische Widerstandsfähigkeit fordern. Das betrifft nicht allein die Messwertaufnehmer, sondern auch deren Zuleitungen. Hier können druckbedingte Einschnürungen zu Spannungsdurchschlägen führen. Die zuverlässige Ist-Wert-Aufnahme wäre dann nicht mehr gewährleistet.

Temperaturfühler von REISSMANN Sensortechnik GmbH für den Einsatz unter rauen Betriebsbedingungen.

Für den Einsatz in der elektrischen Antriebstechnik für Windkraftanlagen, für die Förder-, Hebe- und Robotertechnik sowie für Flurförderfahrzeuge hat REISSMANN seine Temperaturfühler unter einem aus den Praxiserfahrungen abgeleiteten Anforderungsprofil entwickelt:

  • effektiver Schutz z.B. gegen Brüche der Glaskapselung der PT Elemente
  • innerer Fühleraufbau nach dem Spreading-Resistance-Prinzip
  • Zuleitungsschutz gegen hohe einschnürende Wicklungsdrähte und -pressdrücke
  • optimierte Temperaturübertragung durch geringe thermische Zeitkonstante
  • Widerstandsfähigkeit gegen aggressive gasförmige und flüssige Medien
  • Isolationsfestigkeit bis 8.000 V AC gemäß DIN EN 50178

Aus der engen Zusammenarbeit mit Anwendern sowie mit Komponenten- und Kabelherstellern sind Temperaturfühler hervorgegangen, die die Anforderungen des definierten Profils bei optimalem Preis-Leistungsverhältnis in allen Punkten erfüllen.

REISSMANN Fühler zeichnen sich durch dauerhaft hohe Präzision sowie lange Lebensdauer aus und sie behalten ihre effektive lineare Charakteristik auch unter harten Umgebungsbedingungen bei. So gewährleistet die verstärkte hochkerbzähe Isolierung der Zuleitung eine hohe Beständigkeit gegen aggressive Medien. Eine zusätzliche Spezialisolierung, hochspannungsfest sowie verstärkt, bzw. doppelt ausgeführt, verhindert Beschädigungen des äußeren Isolationsmantels durch einschnürende Wicklungsdrähte und die daraus resultierenden Wicklungspressdrücke.

Umfassende Feldversuche erfolgreich abgeschlossen: Die Fühlersysteme PT / PTC / NTC bewähren sich in der Praxis.

Vor der Serienfertigung sind die Temperaturfühler von REISSMANN im Rahmen von Feldversuchen in der Praxis umfassenden Tests unterzogen worden.

Namhafte Anwender-Unternehmen, die REISSMANN für diese Testphase gewinnen konnte, haben keinerlei Funktionsstörungen registriert. Die zugesicherten Eigenschaften blieben auch bei harten Einbauanforderungen konstant.

Alle unsere Fühler können auch in Großserien gefertigt werden und bewähren sich in der Wicklungs- und Lagerüberwachung sowie in Kohlebürstenhalterungen von Antrieben in einem breiten Spektrum an Einsatzgebieten – unter anderem auch in salzhaltigen Reinigungsprozessen und unter schwierigen klimatischen Bedingungen, wie hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen -50°C bis +260°C.

Speziell gesicherte Produktions- und Prüfzonen sowie qualifizierte Fachkräfte gewährleisten eine konstant hohe Produktions-Qualität.

Die Produktion von bestimmten Fühlertypen / Modultechnik erfordert einen besonders gesicherten Prozess unter Einbeziehung wirksamer Schutzmaßnahmen.

Stichwort: (ESD - Electrostatic Sensitive Devices)

So ist der komplette Fertigungs- und Prüfbereich als ESD-Schutzzone gemäß DIN EN 61340 ausgestattet und gekennzeichnet. Elektrostatisch leitfähige Bodenbeläge und Möbelsysteme, zentral geerdet, verhindern elektrostatische Schädigungen der gefährdeten Artikel.

Das Erdungskonzept bezieht konsequent auch alle Personen ein, die sich in den entsprechend gekennzeichneten Bereichen aufhalten.

Die Wirksamkeit dieser Einrichtungen wird durch die regelmäßige Überprüfung mit entsprechenden Messmitteln sichergestellt. Kontinuierliche Schulungen halten Wissen und Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser sensiblen Fertigungs- und QS-Bereiche ständig auf dem neuesten Stand. Das Qualitätssicherungs-Konzept integriert auch jene Stationen, die sich den Endkontrollen anschließen – mit entsprechenden Lagereinrichtungen, Verpackungsmaterialien, Transport- und Versandmitteln.